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Grabfund auf dem Walpurgiskloster bei Arnstadt
(Wapuklo.Grab15)
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Es fand sich im Südteil des Querschiffes unter einer nicht gestörten Kalkestrich- Schicht in einer teilweise mit Kalkmörtel verbundenen, 2, 0 m langen und ca. 0, 40 m breiten Grabeinfassung aus bearbeiteten Muschelkalksteinen. Das relativ gut erhaltene Skelett (eine genaue wissenschaftlich- anatomische Untersuchung erfolgt im Landesamt für Archäologische Denkmalpflege Weimar) lag West- Ost orientiert, d. h. mit dem Schädel im Westen und mit den Füßen im Osten. Obwohl keinerlei Beigaben, wie Ringe, Perlen oder Täfelchen (auf denen man Name und Sterbejahr festhielt) vorhanden waren, dürfte es sich auf Grund der Lage im Bereich des Querhauses und der doch recht aufwendig errichteten Grabeinfassung um eine sicher hochrangige Persönlichkeit innerhalb der Klosterhierarchie auf Sankt Walpurgis gehandelt haben. Ihre Beisetzung erfolgte mindestens vor 1309; in dem Jahr, in welchem das Walpurgiskloster nach überlieferter Urkunde an die Liebfrauenkirche, innerhalb der schützenden Mauern von Arnstadt, verlegt worden war. |
Dank
an die Herren Ulrich Lappe (Weimar), Gerhard Leibe
(Dosdorf), Andreas Mayer (Arnstadt) und Manfred Wahl
(Arnstadt), die durch ihren engagierten Einsatz an einem
Wochenende einen wichtigen historischen Beleg zur
Geschichte des Walpurgisklosters und damit auch zur
Stadtgeschichte von Arnstadt bergen halfen. Weitere Fotos zu dieser Grabung finden sich im Internet unter www.wapuklo.de. |
Grab
15
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zu sehen.
Peter
Unger (Archivar)
Kontakt: Peter
Unger
WEB: www.wapuklo.de
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Fotos: Tuckerland
Der oben stehehende Beitrag wurde übernommen aus der No. 41 der
Diese Web-Page entstand in Zusammenarbeit mit Tuckerland
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